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  • Brennen für das Leben

 

Die Wanderausstellung „Brennen für das Leben: Von den Täufern zu den Freikirchen“ kommt von Montag,25. bis Samstag 30. Juninach Braunau. In den Räumlichkeiten der Freien Christengemeinde, Laabstraße 36 wird bei freiem Eintritt die Geschichte der als Ketzer verfolgten Täufer des 16. Jahrhunderts mit ihren Auswirkungen bis in die Gegenwart aufgerollt. 

Die Täuferbewegung verbreitet sich ab 1525 von der Schweiz aus in Mitteleuropa. Als „dritter Flügel“ der Reformation (neben Lutheranern und Reformierten) forderte sie Glaubensfreiheit, ohne sie zu bekommen. Ihre Überzeugung – wie freiwillige Mitgliedschaft und Taufe nur von mündigen Menschen – prägt heute die Freikirchen, denen weltweit rund 700 Millionen Christen zugerechnet werden. 

Entwickelt wurde die Ausstellung für die Täuferdekade 1525-2025, unter Kuratierung Franz Seisers, von den „Freikirchen in Österreich“, einer staatlich anerkannten Kirche. Ein Team, unter der Leitung von Pastor Edwin Jung koordiniert die Ausstellung. Diese Wanderausstellung wurde bereits von über 4100 Interessenten besucht. Besonders Religions-, Geschichts- und Deutschklassen zeigen großes Interesse an der Ausstellung. 

Neben Schautafeln gibt es interessante Exponate: von alten Bibeln über Erzeugnisse hutterischer Handwerkskunst bis hin zu Folterwerkzeugen. Auch ein Mandat von Kaiser Ferdinand I. aus dem Jahr 1562 ist im Original zu sehen. Auf einer nachgebauten Gutenbergpresse aus dem Jahr 1450 können Besucher selbst einen Bibelvers drucken. 

Durch die geografische Lage am Innfluss kam der Stadt Braunau in der Zeit der großen Fluchtbewegungen der Täufer im 16. Jahrhundert eine Kontrollfunktion zu. Viele Wiedertäufer, wie man die Täufer nannte, kamen von Rattenberg (Tirol) und wollten in das gelobte Land, nach Nikolsburg (Mähren). Die Landsherren hatten die Stadt aufgefordert die Salzflöße am Inn zu kontorllieren und die sogenannten Wiedertäuferaufzuspüren und der Gerichtsbarkeit zu übergeben. Mehrmals wurde die Stadt Braunau hierzu aufgefordert, da sie offensichtlich dieser Aufgabe nicht mit Nachdruck nachkamen.

 

Ausstellungseröffnung und Kuratoriumsführung: Sonntag, 24. Juni, 17.30 Uhr. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag jeweils von 9:00–18:00 Uhr. Eintritt frei. 

Anmeldungen und Anfragen für Gruppenführungen bei Frau Martha Schmerold unter folgender Telefonnummer: 0650 6403341, oder per Email: martha.schmerold@gmx.at

PDF Flyer unten Angehängt!