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  • Mission possible!

Am 25. Mai ging es mit Pastor Edwin und Inge von München auf nach Marseille im süden Frankreichs, um die Missionsarbeit von Simon und Darja Reichör kennenzulernen. Für mich ging damit ein Herzenswunsch in Erfüllung, denn seitdem ich Simon und Darja vor über 10 Jahre zum ersten Mal getroffen habe, verfolge ich ihren Dienst.

Noch am Donnerstag durften wir bei Darja und Simon Abendessen und ihre junge Familie kennenlernen. Darja erzählte von ihrer Arbeit im Frauengefängnis und wir konnten ihre Passion dafür buchstäblich spüren. Gott gibt ihr dort wunderbare Gelegenheiten, diesen Frauen eine neue Perspektive – den Himmel und ein Leben mit Jesus – zu öffnen. Sie erzählte uns, dass sie in Kürze ihre Ausbildung als Gefängnispastorin abschließen kann und somit vom Staat die Möglichkeit hat, in alle Gefängnisse zu gehen. Somit wird sie auch die jüngste Gefängnispastorin in Frankreich sein.

Simon gab uns Einblick in seine Vision: neue Gemeinden zu gründen und die bestehenden zu stärken. Da waren wir drei dann natürlich neugierig, wie dies ausschaut und besuchten am Samstag eine Gemeinde in Brignoles ca. 60 km nördlich von Marseille. Simon hat diese Gemeinde mit etwa 100 Mitgliedern übernommen, nachdem der Pastor und ein Teil der Gemeindeleitung weggingen… Die ziemlich chaotischen Finanzen zu ordnen, die Schule weiter zu führen und eine neue Leiterschaft aufzubauen – eine starke Herausforderung für einen jungen Pastor.
Am Abend waren wir dann eine Zeit beim Jugendgottesdienst der Gemeinde EPP (eglise protestante du panier) in Marseille. Wäre nicht alles auf Französisch gewesen, hätten wir uns wie zu Hause gefühlt.

Sonntags erlebten wir dann den Gottesdienst in der EPP. Eine moderne Gemeinde in uralten Gemäuern. Vorher Kaffee in ihrem Vorraum, Gespräche(soweit mein Französisch es zu ließ - Englisch wird in Frankreich kaum gesprochen) und ein lebhafter, mitreißender Gottesdienst mit einer ermutigenden Predigt von Edwin. 

Die Gemeinde ist unserer in Braunau sehr ähnlich. Viele junge Leute und junge Ehepaare und kleine Kinder, aber mehr teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter, wodurch eben mehr Aktivitäten bewältigt werden können. Die Hingabe von jungen Ehepaaren und jungen Männern, die oft nur eine Halbtagsarbeit haben, damit sie mehr in der Gemeinde arbeiten können, auch wenn sie selbst dadurch Einschränkungen haben, hat mein Herz sehr berührt. Gott wirkt, wo sich Menschen hingeben.

Am Montag durften wir noch mit Darja, ihrer Familie und Simons Eltern ihren 30. Geburtstag feiern. Mit vielen Eindrücken ging es dann am Abend wieder heim.

Zusammengefasst haben wir erlebt, dass Gott jungen Menschen, in einer ziemlich gottlosen Umgebung, Mut und Autorität gibt um Gemeinde zu bauen.